Bei Bedarf auf Rezept

Alternative zum Smartphone: Lesegerät für den FreeStyle Libre 3 erhältlich

| HilfsmittelTherapie

„Gibt es für den FreeStyle 3 denn auch ein Lesegerät?“ – eine der häufigsten Fragen der letzten 12 Monate, die bei uns auflief und die wir nun positiv beantworten können. Ein solche proprietäre Lösung ist nach Informationen auf der Website der Firma Abbott inzwischen verfügbar. Einziger Haken: Bezug nur auf Rezept.

Etwas versteckt und ohne viel Tamtam hat Abbott nun doch ein proprietäres Lesegerät für den „FreeStyle Libre 3“-CGM-Sensor auf den Markt gebracht. Nachdem der Libre 3 nun schon geraume Zeit verfügbar war und nur noch per Smartphone ausgelesen werden konnte, für den ein oder anderen Nutzer vielleicht doch eine kleine Überraschung. Konnte man aufgrund des bisherigen Marketings doch den Eindruck gewinnen, dass das Auslesen des Sensors künftig nur noch per Smartphone und App ermöglicht werden sollte.

Bezug nur auf Kassenrezept

Wie der Website von Abbott zu entnehmen ist, ist das Lesegerät nur über ein Kassenrezept zu beziehen und nicht im freien Handel – im Gegensatz zu den beiden Vorgängermodellen. Aufgrund der häufigen Anfragen an uns dazu, wissen wir jedoch, dass der Bedarf nach einer solchen Lösung groß ist. Gerade ältere und/oder kognitiv beeinträchtigte Menschen kamen mit der Umstellung auf das Werteauslesen per Smartphone nur schlecht oder gar nicht zurecht.

Wer also den Libre 3 bisher nicht nutzen konnte, erhält nun die Möglichkeit an den praktischen Vorteilen der aktuellen Libre-Sensorgeneration zu partizipieren, ohne eine App installieren und einen Touchscreen bedienen zu müssen. Das Gerät scheint den Illustrationen zur Folge dem Vorgängermodell baugleich und auch noch einen Slot zum Auslesen von Teststreifen zu haben. Offizielle Informationen dazu, ob dieser auch funktional ist, lassen sich der Gerätebeschreibung im Web aber nicht entnehmen.

Kontinuität bei den Features

Ansonsten bleibt wohl alles beim Alten und die Beschreibungen zu den Möglichkeiten des Gerätes lesen sich wie die des Pendants für den Libre 2. Optionale Alarme, Berichte, Diagramme, ein unter medizinischer Aufsicht anpassbarer Zielbereich und die Anbindung an die LibreView-Software – alles bleibt wie gewohnt. Was dem ein oder anderen aber wohl auch gar nicht stören wird, ist der Wunsch nach einer gewissen Kontinuität der Bedienphilosophie unserem Eindruck nach bei vielen Bestandsnutzern doch groß.

Das Lesegerät kann sowohl für Ausgabe der Werte in mg/dl als auch in mmol/l bestellt werden. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Herstellers Abbott.