Süß und trotzdem gesund

Honig kann den Blutzucker senken

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Viele schwören auf das älteste Süßungsmittel der Welt. Nicht nur zum Genießen, sondern auch bei Bauchschmerzen, Husten und Erkältungen. Dass sich der Saft der Bienen auch auf Blutzucker und Cholesterin positiv auswirken kann, zeigt eine aktuelle Studie.

Vitamin C, Antioxidantien, Magnesium, Eisen und vieles mehr - immer wieder erschienen in den letzten Jahren Studien, die zeigen, dass Honig neben einem hohen Zuckergehalt auch sehr gesunde Inhaltsstoffe enthält.

So zeigt beispielsweise eine Untersuchung aus dem Jahr 1990, dass Honig für den Blutzuckerspiegel deutlich günstiger ist als Haushaltszucker. Jetzt ist eine Auswertung von über 18 Studien mit über 1.100 Teilnehmern erschienen, in der dem natürlichen Süßungsmittel unter anderem eine positive Wirkung auf den Blutzucker und die Cholesterinwerte zugeschrieben wird.

Auch positive Wirkung auf die Cholesterinwerte

Im Fokus der Auswertung war die Wirkung von Honig auf Übergewicht, die Blutzuckerwerte, Blutfette, den Blutdruck, den Harnsäurewert, Entzündungsmarker und die Leberwerte. Ein achtwöchiger Verzehr von je 40 Gramm (1,5 bis 2 Esslöffel) Honig pro Tag zeigte je nach Honigsorte mehrfache positive Auswirkungen. Der Nüchternblutzucker sank, ebenso die Triglyzeridwerte, das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin. Die Werte für das „gesunde“ HDL-Cholesterin hingegen stiegen deutlich an.

Kleehonig, Robinienhonig und Rohhonig

Die Honigsorte ist dabei aber entscheidend. Kleehonig und Rohhonig haben einen günstigen Einfluss auf den Blutzuckerwert. Unter Rohhonig versteht man reinen, naturbelassenen, unverarbeiteten Honig, der nicht erhitzt oder gefiltert wurde. Er wird nur gesiebt, um Verunreinigungen, Wachs oder abgestorbene Bienen zu entfernen. Kleehonig und Robinienhonig beeinflussten die Cholesterinwerte und Triglyzeride positiv. Der Nektar der Robinie wird in Deutschland als Akazienhonig vertrieben.

„Honig, insbesondere Robinien-, Klee- und unverarbeiteter Rohhonig, können die Blutzuckerkontrolle und die Lipidwerte verbessern, wenn er im Rahmen einer gesunden Ernährung konsumiert wird“, folgern die Autoren der Studie.

Daraus besteht Honig

Honig besteht zu knapp 80 Prozent aus Zucker, und zwar zu rund 38 Prozent aus Fructose, zu 31 Prozent aus Glukose und zu 10 Prozent aus Mehrfachzucker. Neben rund 17 Prozent Wasser besteht der wertvolle Rest aus Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Säuren und sekundären Pflanzenstoffen.