„Land & Lions“ – unter diesem Motto feierte Braunschweig den 39. Tag der Niedersachsen. Erstmals war die Löwenstadt Gastgeberin des traditionsreichen Landesfestes, das seit 1981 die Vielfalt Niedersachsens und das ehrenamtliche Engagement im Land sichtbar macht. Auf zehn Themenmeilen präsentierten sich rund 230 Vereine, Verbände und Organisationen – und wir waren wieder mittendrin.
Zwar machte uns das Wetter an allen drei Tagen einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder zogen kräftige Regenschauer und böiger Wind über das Veranstaltungsgelände. Doch davon ließen wir uns nicht entmutigen. Unser Stand auf der Info- und Erlebnismeile blieb durchgehend gut besucht und wurde für viele Besucherinnen und Besucher zu einer willkommenen Anlaufstelle.
Gemeinsam stark
Besonders gefreut haben wir uns über die großartige Unterstützung aus unseren Reihen. Die Typ-F-Selbsthilfegruppe Süd-Ost Niedersachsen unter der Leitung von Kathrin Hellemann war mit einer großen Mannschaft vertreten. Hinzu kamen zahlreiche Aktive aus anderen Selbsthilfegruppen unseres Landesverbandes. Gemeinsam sorgten wir dafür, dass unser Stand an allen drei Tagen bestens besetzt war.
Allen Helferinnen und Helfern gilt unser herzliches Dankeschön. Euer Engagement, eure Zeit und eure gute Laune – trotz des Wetters – haben diesen Auftritt überhaupt erst möglich gemacht!
Gesundheitsvorsorge, die etwas bewirkt
Besonders gefragt war wieder unser Diabetes-Risikotest. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihren Blutzucker und Blutdruck kontrollieren zu lassen und anhand eines Fragebogens mehr über ihr persönliches Diabetesrisiko zu erfahren.
Dabei zeigte sich erneut, wie wichtig das Angebot ist. Bei einer Person stellten wir einen massiv erhöhten Blutzucker fest, bei mehreren weiteren lagen die Blutdruckwerte in einem kritischen Bereich. In allen Fällen konnten wir schnell reagieren und die Betroffenen unmittelbar an den Sanitätsdienst weiterleiten.
Genau deshalb nehmen wir an Veranstaltungen wie dem Tag der Niedersachsen teil: Manchmal reichen wenige Minuten, um Menschen auf gesundheitliche Risiken aufmerksam zu machen und ihnen den entscheidenden Impuls zu geben, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Großer Dank geht auch an die Roche Diagnostics Deutschland GmbH, die uns entsprechende Verbrauchsmaterialien wie Stechlanzetten, Teststreifen und Blutzuckermessgeräte zur Verfügung stellte. Unser beliebter Diabetes-Risikotest konnte so ohne Materialmangel professionell durchgeführt werden.
Zuhören, informieren und Mut machen
Mindestens genauso wertvoll wie die Messungen waren die vielen Gespräche. Viele Menschen erzählten uns von ihrem Alltag mit Diabetes, von guten Erfahrungen, aber auch von Problemen bei der medizinischen Versorgung. Leider bestätigte sich dabei erneut ein Eindruck, den wir aus unserer Selbsthilfearbeit nur zu gut kennen: Die Betreuung von Menschen mit Typ-2-Diabetes ist in Niedersachsen regional sehr unterschiedlich. Während manche hervorragend versorgt werden, fühlen sich andere mit ihrer Erkrankung weitgehend allein gelassen.
Gerade hier zeigt sich, wie wichtig unsere Selbsthilfe-Angebote sind. Wir können Erfahrungen weitergeben, zuhören, informieren und Menschen miteinander vernetzen – oft genau dann, wenn sie Unterstützung besonders brauchen.
Ein Enten-Angelspiel als Publikumsmagnet
Natürlich sollte an unserem großzügigen Infozelt nicht nur informiert werden, sondern auch der Spaß durfte nicht zu kurz kommen. Ein echter Publikumsmagnet war das Enten-Angelspiel, das unsere Jugendlichen aus dem Typ-F-Bereich mit viel Herzblut betreuten.
Vor allem die jüngsten Besucherinnen und Besucher hatten sichtlich Freude daran, die bunten Enten zu angeln. Während die Kinder spielten, kamen wir mit ihren Eltern ganz unkompliziert ins Gespräch. So entstanden viele schöne Begegnungen, bei denen wir über Diabetes, unsere Selbsthilfeangebote und die Arbeit unseres Landesverbandes informieren konnten. Das zeigte einmal mehr: Manchmal sind es gerade die kleinen Ideen, die Menschen zusammenbringen.
Ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt
Der Tag der Niedersachsen steht seit über vier Jahrzehnten für gelebtes Ehrenamt, Gemeinschaft und die Vielfalt unseres Bundeslandes. Genau das konnten wir in Braunschweig an allen drei Tagen transportieren.
Trotz Regen, nasser Kleidung und gelegentlicher Windböen nehmen wir vor allem die positiven Eindrücke mit nach Hause: unzählige interessante Gespräche, viele neue Kontakte, fröhliche Kinder und das gute Gefühl, mit unserer Arbeit Menschen erreicht und geholfen zu haben.
Für uns steht deshalb fest: Der Einsatz hat sich gelohnt – und wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden Gelegenheiten, unser Selbsthilfeangebot im ganzen Land weiter sichtbar zu machen.











